Von der Couch nach New York

Die Fitness ein wenig zu verbessern, um im Urlaub beim Wandern in den Bergen neue Horizonte zu erschließen: das war für mich im Frühjahr 2016 im Alter von fast 50 Jahren der Anlaß, mit dem Laufen zu beginnen. Das erklärte Ziel: im Herbst einen 10-km-Volkslauf zu absolvieren. „Wenn der Schüler bereit ist, so erscheint der Lehrer“, und der zeigte sich in Gestalt der „Fit für 10“-Aktion in Mönchengladbach. Dank dieser konnte ich mit etwa 100 weiteren Teilnehmern das Trainingsprogramm und den ersten 10-km-Lauf erfolgreich durchführen.

Die Trainingseinheiten wurden aufgrund der erworbenen Fitness länger und schneller, und so war bereits im Frühjahr 2017 der erste Halbmarathon machbar; weitere kamen in kurzer Folge. Das nie für möglich gehaltene Vorhaben „Marathon“ war auf einmal vorstellbar – und im Frühjahr 2018 mit nicht geahnten Glücksgefühlen absolviert. Auf einmal meldete sich in mir der Wunsch, den Boston-Marathon zu laufen.

Warum Boston? Ich weiß es nicht: manche Wünsche schlummern im Verborgenen. Aber er ist Anreiz genug, die erforderliche, heute für mich noch nicht vorstellbare „BQ“, die Boston-Qualifikationszeit zu erreichen, und auf dieses Ziel hin trainiere ich jetzt.
Auf dem Weg dahin liegen 2020 die Marathons in Düsseldorf, Chicago und der Jubiläumsmarathon in New York.

Und das Wandern in den Bergen? Aus „2015 japsend den Berg raufquälen“ ist 2019 ein leichtes „Hike & Fly“ geworden: täglich 1000 Höhenmeter bergauf mit voller Gleitschirmausrüstung sind normal geworden.

Das Leben ist schön.